Bulgarien

Ab durch die Mitte…

Wir haben es bei dem Wetter nun doch etwas eiliger und wollen möglichst bald in Griechenland ankommen. So durchqueren wir Bulgarien schnell und machen dabei einen Zwischenstopp in Weliko Tarnowo. Einer netten alten Stadt mit einer interessanten Burg, einem Kloster und einer beschaulichen Altstadt mit überaus vielen Souvenirläden… und sehenswerten aber nicht begehbaren Balkonen. Da es nun ja schon November ist finden sich nicht mehr ganz so viele Touristen hier und wir sehen uns ein bisschen um. Zurück am Parkplatz begegnen wir einem Paar aus Spanien. Sie wollten anfangs auch in die Mongolei haben sich jedoch nach einigem hin und her umentschieden und sind jetzt auf dem Weg in die Türkei. Mit ihren zwei Hunden sind sie seit August unterwegs und auch ihnen ist es immer mal wieder zu kalt. Aus dem Teetrinken wird von Stunde zu Stunde dann Wein trinken und nach zwei sehr schmackhaften Flaschen Rotwein fallen wir alle ins Bett und wachen erst spät am nächsten Morgen wieder auf. Die zwei wollen sich noch die Stadt anschauen, also fahren wir alleine weiter.

Kurz vor Sofia ist dann wieder mal eine Polizeikontrolle. Da wir auch hier eine Vignette brauchen wird diese stehst von den korrekten  Beamten kontrolliert und in unserem Fall natürlich ein Fehler entdeckt. Für unseren Bus ist, wie ich auch schon vermutete, nicht die kleine Kategorie sondern die Mittlere nötig. Da der nette Herr der uns die Vignette verkauft hat unser Fahrzeug auch gesehen hat, gingen wir davon aus das es die richtige sein. Ich werde eines Besseren belehrt (Annette muss mal wieder im Bus warten, denn die Beamten wollen anscheinend immer nur mit Männern sprechen!?). Das Späßchen soll uns dann ganze 500 Lewas umgerechnet 250€ Kosten. Geübt im verhandeln und mit voller Überzeugungsarbeit gelingt es dann gerade noch den beiden auf Englisch, deutsch und ein bisschen Russisch klarzumachen das es nicht unser Fehler war und wir umgehend eine passende Plakette kaufen werden. Die Sonne scheint und der Tag ist noch jung und so haben wir viel viel Glück denn die beiden lassen uns dann doch ziehen und wir steuern direkt die nächste Tanke an um das Vergehen nicht noch einmal zu wiederholen.

Zwischen den Hügeln und der immer bergiger werdenden Landschaft schlängelt sich der Weg weiter und bietet am Horizont den Blick auf das sich bis auf 2300m Höhe erstreckende Rhodopen Gebirge.  Die Hauptstadt umfahren wir und steuern die Griechische Grenze an. Auch hier werden wir eher komisch angeschaut da wir anhalten und den Zöllnern unsere Pässe zeigen wollen…ist eben Europa und mit dem deutschen Nummernschild können wir ungehindert fahren. Daran müssen wir uns erstmal wieder gewöhnen, genau so wie an die Dieselpreise…

 

 

 

November 2009